Durchführung Hämocculttest

Was ist ein Hämocculttest?
Der Hämocculttest dient dazu, sehr kleine Mengen Blut im Stuhl zu erkennen. Diese Mengen sind meist so gering, dass sie mit bloßem Auge nicht erkennbar sind. Man bezeichnet sie daher auch als okkultes (d. h. verstecktes) Blut im Stuhl.

In welchen Fällen wird der Hämocculttest durchgeführt?
Der Hämocculttest wird im Rahmen der Krebsvorsorge einmal im Jahr durchgeführt. Ziel ist die Früherkennung von Darmkrebs und von Darmpolypen, die häufig eine Vorstufe des Darmkebses sind.

Wie wird der Hämocculttest durchgeführt?
Beim Hämocculttest wird an drei aufeinander folgenden Tagen eine kleine Menge Stuhl auf das entsprechende Testfeld eines Testbriefchens aufgetragen und dann dem Arzt übergeben. Dabei muss man darauf achten, drei Tage vor der Untersuchung und während der Untersuchungstage kein Essen zu sich nehmen, das in nennenswerten Mengen tierisches Blut enthält (wie z. B. Blutwurst, Tartar oder auch halb rohe Steaks), da sonst das Ergebnis verfälscht wird.

REFERENZ-/NORMALWERTE
Beim Gesunden ist kein Blut im Stuhl nachweisbar!

Störungen in der Testdurchführung:
Da der Test nicht nur auf menschliches Blut reagiert, bestehen zahlreiche Einflussfaktoren, die das Ergebnis verfälschen. Vor allem die Ernährung während der Testdurchführung spielt eine große Rolle:
• Falsch positive Befunde durch rohes oder halb rohes Fleisch, Meerettich, Rettich, Blutwurst, Broccoli, Blumenkohl, Radieschen, Bananen und Kirschen. Ähnliches gilt auch für die Einnahme von Medikamenten wie Azetylsalizylsäure (ASS), Kortison oder blutverdünnende Medikamente (Cumarin).
• Falsch negative Befunde durch die Einnahme von Vitamin C.
Was man sonst noch wissen sollte
Auch andere Blutungsquellen können das Ergebnis beeinflussen, wie z. B.:
• Hämorrhoiden
• Blutungen im oberen Bereich des Magen-Darm Traktes und der Speiseröhre
• Bei Frauen muss auch die Regelblutung berücksichtigt werden.