ThinPrep Pap Test (Krebsfrüherkennungstest)

Bei früher Erkennung kann der Gebärmutterhalskrebs rechtzeitig behandelt und geheilt werden. Die gynäkologische Vorsorgeuntersuchung mittels eines Zellabstriches vom Gebärmuttermund hat seit den 50er Jahren zu einem Rückgang der Sterblichkeit um ca. 70% geführt. Seit dieser Zeit hat sich jedoch der Test, der immer noch eine hervorragende Methode zur Früherkennung von Krebserkrankungen und den Vorläufern darstellt, technisch nicht verändert.

Ein Schwachpunkt der normalen Abstriche ist, dass die Beurteilung der Zellen durch Blut, Schleim oder Entzündungszellen dem Untersucher am Mikroskop große Schwierigkeiten bereitet. Durch Zellüberlagerungen kann es daher auch zu Fehldiagnosen kommen. Außerdem wurde in Studien gezeigt, dass die meisten Zellen nicht auf dem Objektträger aufgetragen sondern mit dem Instrument, mit dem die Zellprobe entnommen wird, weggeworfen wird.

Der ThinPrep Pap Test verbessert die Präparatequalität erheblich, störende Beimengungen werden zu einem großen Teil entfernt und nahezu alle abgestrichenen Zellen gelangen zur Untersuchung. Weltweite Studien haben gezeigt, dass der ThinPrep Pap Test genauere Angaben zulässt als der herkömmliche Abstrich. Das neue Testverfahren ist die erste wirkliche Verbesserung des Krebsabstriches seit seiner Einführung vor 50 Jahren. Im Rahmen der Vorsorge gehört diese medizinisch sinnvolle Leistung allerdings nicht zum Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenkassen.